AUSSTELLUNG 2026
Plassenburg Kulmbach


Zeitraum:
20.03. – 14.06.2026

Ort:
Plassenburg
Festungsberg 27
95326 Kulmbach


PETER CONRAD SCHREIBER – DER WEG IN DEN SÜDEN

Ausstellung vom 20.03. bis 14.06.26

Mit der Ausstellung Peter Conrad Schreiber – Der Weg in den Süden widmet sich das Landschaftsmuseum Obermain auf der Plassenburg einem Maler des 19. Jahrhunderts, dessen Werk hier in bislang nicht gekannter Breite zusammengeführt wird. Der zu Lebzeiten sehr gefragte Landschaftsmaler Peter Conrad Schreiber (1816–1894) hinterließ ein vielseitiges Œuvre, das einen eindrucksvollen Einblick in das kunst- und kulturgeschichtliche Umfeld seiner Epoche ermöglicht. Dass zahlreiche Arbeiten aus Kulmbacher Privathand sowie Leihgaben aus den Museen in Fürth und Nürnberg für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt wurden, verleiht der Präsentation eine besondere Authentizität und eröffnet neue Perspektiven auf einen heute weniger bekannten Künstler.

Von Franken nach Italien – eine Künstlerreise

Geboren 1816 in Fürth, führte Schreibers künstlerischer Weg früh nach Berlin an die Akademie der Künste. Dort studierte er unter August Wilhelm Ferdinand Schirmer und setzte sich intensiv mit der romantischen Naturauffassung seiner Zeit auseinander. Studienreisen führten ihn in den Harz, nach München und schließlich nach Italien. Rom, die Campagna, die Sabiner Berge und der Golf von Neapel wurden für ihn zu prägenden Erlebnisräumen. In Briefen an seinen Künstlerfreund Ferdinand Konrad Bellermann schilderte Schreiber mit leidenschaftlicher Begeisterung die herrliche großartige Natur Italiens und die Notwendigkeit, den Süden selbst zu erleben, um das Wesen der Landschaft zu begreifen. Seine Eindrücke setzte er in atmosphärisch dichten Ölgemälden, Gouachen und Zeichnungen um. Werke wie die Walpurgisnacht im Harz oder der mehrfach dargestellte Ausbruch des Vesuvs zeigen die Spannweite seines Schaffens – von romantischer Naturmystik bis zur elementaren Gewalt der Natur.

Premiere: Kunst wird lebendig

Eindrucksvoll ergänzt wird die Ausstellung durch vier erstmals gezeigte Videos. Mithilfe moderner KI-Technologie wurden drei Gemälde sowie ein Porträt Peter Conrad Schreibers zum Leben erweckt. So wird unter anderem der Vesuvausbruch von 1841, dem Schreiber selbst beiwohnte und den er eindrucksvoll in Öl festhielt, nun in bewegten Bildern neu erfahrbar. Auch weitere Landschaftsdarstellungen entfalten sich filmisch und eröffnen einen faszinierenden, zeitgenössischen Zugang zu seinem Werk. Die Verbindung aus historischer Malerei und moderner Technologie schafft eine Brücke zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert und lädt dazu ein, Schreibers Bildwelten mit neuen Augen zu entdecken.

Ein gefragter Künstler seiner Zeit

Schreiber war zu Lebzeiten ein anerkannter Maler mit internationalem Kundenkreis. In einem Brief aus dem Jahr 1869 berichtet er selbstbewusst von zahlreichen Bestellungen nach London und Paris. Seine Arbeiten wurden in Kunstvereinen gezeigt und geschätzt; zeitgenössische Kunsthistoriker würdigten sein Talent. Die Ausstellung zeichnet diesen Weg nach: von den frühen Studienjahren über die prägenden Italienaufenthalte bis zu seinem reifen Werk in Nürnberg. Briefe, Dokumente und ausgewählte Gemälde lassen nicht nur den Künstler, sondern auch den Menschen hinter dem Werk eindrucksvoll lebendig werden.

Ausstellung & Besuch

Zeitraum:
20.03. – 14.06.2026

Ort:
Plassenburg
Festungsberg 27
95326 Kulmbach
Tel.: 09221 / 8220-0
Fax: 09221 / 8220-26

Die Ausstellung ist täglich ab 10:00 Uhr im Rahmen der regulären Museumsöffnungszeiten zugänglich. Es gelten die regulären Eintrittspreise des Museums. Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte besuchen Sie die Seite Landschaftsmuseum Obermain auf der Plassenburg, um aktuelle Details zu erfahren.

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